Masuren hat eine bewegte Geschichte — über Jahrhunderte wechselten Herrscher, Sprachen und Grenzen.
ALT-PRUSSEN (bis 13. Jh.)
Die ursprünglichen Bewohner waren Alt-Pruzzen — baltische Stämme verwandt mit Litauern und Letten. Sie sprachen Altpreußisch (ausgestorben bis 18. Jh.), verehrten Perkūnas (Donnergott) und heilige Eichenhaine.
DEUTSCHORDENSRITTER (1226-1525)
1226 lud Herzog Konrad von Masowien den Deutschen Orden zur Bekämpfung der heidnischen Pruzzen ein. In 100 Jahren eroberte der Orden ganz Preußen, baute 90 Burgen (Marienburg — größte mittelalterliche Festung Europas).
Schlacht bei Tannenberg (1410) — König Władysław Jagiełło besiegte den Orden, aber Preußen blieb bis zur Preußischen Huldigung 1525 ein Ordensstaat.
HERZOGTUM UND KÖNIGREICH PREUSSEN (1525-1945)
Säkularisierung Preußens durch Albrecht von Hohenzollern 1525 schuf das protestantische Herzogtum Preußen — den ersten lutherischen Staat der Welt. Masuren (Südteil) — ethnisch polnisch, evangelisch, loyal zu Berlin.
II. Weltkrieg — Ostpreußen wurde im Januar 1945 zum Kampfgebiet. Flucht von 2 Millionen Deutschen, ethnische Säuberungen.
POLNISCHES MASUREN (seit 1945)
Nach Potsdam wurde Ostpreußen geteilt — Norden UdSSR (Kaliningrader Oblast), Süden Polen. Ansiedlung von Repatriierten aus dem Wilna-Gebiet, Wolhynien, Ukraine.
Heute ist Masuren ein touristisches Highlight — seit 2014 offiziell eines der "7 Wunder Polens".